MAIS

Mais stammt aus dem Gebiet des heutigen Mexikos, wo man ihn schon 7000 Jahre kennt. Nach Europa brachten ihn die Spanier im 16. Jahrhundert. Mais ist nach Reis und Weizen am dritthäufigsten verbreitet. Maisgrieß bzw. Polenta entsteht durch das Mahlen der Körner, genauso wie Maismehl. Weniger bekannt ist der Weißmais.

Vorteile und Nutzen für die Gesundheit:

Mais liefert hochqualitatives Eiweiß (der Eiweißgehalt liegt zwischen acht und elf Prozent) und komplexe Kohlehydrate, die langsam ins Blut gelangen. Deswegen verursachen sie keinen plötzlichen Anstieg des Blutzuckerspiegels und man bleibt länger satt.

Mais ist auch eine gute Quelle für Faserstoffe und B-Vitamine, darunter Folsäure (Vitamin B9). Von den Mineralien liefert Mais Kalium, Phosphor und Magnesium.

Mais wirkt auf die Flüssigkeitsausscheidung des Körpers, deswegen wird er bei Erkrankungen der Harnwege, Rheuma, Gicht, sogar bei Herzkrankheiten und für die Senkung des Blutzuckerspiegels empfohlen.

Polenta oder Maisgrieß

Maisgrieß bzw. Polenta entsteht durch das Mahlen von gelbem Mais und ist der Übergangszustand von Maiskörnern und Maismehl. Früher galt Polenta als minderwertiges Bauernessen, heute ist er oft auf Speisekarten anerkannter Restaurants.
Die Zubereitung von Polenta ist sehr einfach, sie kann pikant oder süß verarbeitet werden. Anders als Instantpolenta muss sie länger gekocht werden. Allerdings ist „die richtige“ aufgrund ihres Ernährungswertes, Geschmacks und Aromas im Vorteil.

Verwendung in der Küche

Maisgrieß in kochendes und leicht gesalzenes Wasser geben. Ca. 20 Minuten bei ständigem Rühren kochen, damit keine Klumpen entstehen.

Am häufigsten wird Maisgrieß als Beilage zu Gulasch, Milch und verschiedenen Soßen serviert.
Aus Maisgrieß kann man auch eine gesunde Polentapizza machen – den Maisgrieß einfach im Ofen überbacken. Maisgrieß kann auch beim Backen von Keksen und Kuchen verwendet werden.

Ein weiterer Vorteil ist, dass Polenta mit gutem Gewissen einige Tage im Kühlschrank aufbewahrt werden kann – vor dem Gebrauch einfach überbacken oder erhitzen.

polenta

Maismehl

Maismehl entsteht beim Mahlen von gelbem Mais. Es eignet sich bestens für die Zubereitung von Maisbrot oder nur als Zusatz zu anderen Mehlen. Im Gegensatz zu anderen Broten ist es kompakt und ein wenig bröckelig, da es kein Klebereiweiß bzw. Gluten enthält. Maismehl hat einen leicht süßlichen Geschmack, deswegen kann man ihn auch für verschiede Nachspeisen, Kekse oder Palatschinken verwenden. Maismehl eignet sich bestens für das Zubereiten von Sterz und Nockerl.

Weißmais

Viele Maissorten sind bekannt – weniger bekannt ist die weiße Sorte, die man vor allem im slowenischen Küstenland Primorska kennt. Diese Sorte enthält keine Carotinoide, was sie von anderen Sorten unterscheidet. Bei uns werden die Körner zu Mehl oder Polenta langsam von zwei Steinen gemahlen. Bei diesem Verfahren bleiben alle Nährstoffe, das Aroma und der reichhaltige Geschmack erhalten.

Polenta aus Weißmais

Weiße Polenta ist Maisgrieß, gemahlen aus Weißmais, und weist einen milderen Geschmack als die andere bekanntere Polenta aus gelbem Mais auf.

Weiße Polenta wird genau gleich wie die gelbe zubereitet und passt zu den verschiedensten Gerichten, allen Sorten Fleisch, Fisch, Reis und Gemüse.

Bringen Sie Abwechslung in ihre Küche und bereiten Sie weiße Polenta an Stelle von Kartoffeln oder Nudeln zu.

Wussten Sie, dass…
  • Lebensmittel durch Erhitzen Nährstoffe verliert, was aber nicht auf Mais zutrifft? Das Eiweiß im Mais wird sogar qualitativer und verstärkt sogar die Wirkung der Antioxidantien.
  • Mais nicht alle essentiellen Aminosäuren enthält und deswegen am besten mit Hülsenfrüchten kombiniert wird?
  • einst weiße Polenta und Weißmais als bürgerliche Speisen galten? Gelber Mais war für die unteren Schichten und als Tierfutter bestimmt.
  • kein Gluten enthält und somit auch bei Glutenunverträglichkeit verzehrt werden kann?
Lagerung

Damit im Mehl und Grieß alle hochqualitativen Bestandteile erhalten bleiben, aber auch um eine lange Haltbarkeit zu erreichen, ist die richtige Lagerung von äußerster Wichtigkeit. Das Mehl kann problemlos im Kühlschrank gelagert werden, vor allem wenn es nur selten verwendet wird und während den Sommermonaten. Die Produkte in geschlossenen Gefäßen, kühl und trocken lagern!

Um zusätzlich Insekten zu vermeiden, kann in den Schrank oder direkt ins Gefäß ein Lorbeerblatt gegeben werden.